Blockchain: Hype ja, Priorität nein! – Infografik

Distributed Ledger Technologien sind Zukunftsthema

Die deutsche Finanzbranche betrachtet das Thema Blockchain mit wachsendem Interesse. Derzeit hat die innovative Technologie jedoch noch keine Priorität bei Banken und Sparkassen, wie eine aktuelle Umfrage zeigt.

Studien und Research zu Trends und Entwicklungen zum Einsatz von Technologie in der Finanzdienstleistung

Technologie ist nicht erst seit der Digitalisierung ein wichtiger Faktor für Finanzdienstleister. Im Bank Blog finden Sie Studien zu den wichtigsten Trends und Entwicklungen.

Blockchain ist wohl eines der meist und vor allem kontrovers diskutieren Technologie-Trends im Banking, Die einen sehen es als disruptive Innovation, die eines Tages Banken und Sparkassen überflüssig machen könnte, andere sehen es als übertrieben Hype ohne echte Implikationen in der Breite. Einige haben allerdings bereits begonnen, konkrete Anwendungsmöglichkeiten zu testen.

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Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC hat kürzlich 300 Führungskräfte von Banken, Versicherern und Vermögensverwaltern in Deutschland zum Thema befragt um herauszufinden, wie hierzulande die tatsächliche Bedeutung eingeschätzt wird. Wichtigste Erkenntnis: Die meisten Finanzinstitute warten erst mal ab.

Blockchain: Bekannt aber kaum genutzt

Fast jeder zweite Top-Entscheider gibt an, er sei zumindest „moderat“ mit dem Thema Blockchain vertraut. Trotzdem ist die Technologie in zwei Dritteln der Unternehmen „noch nicht Teil der strategischen Planung“. Lediglich drei Prozent der deutschen Finanzdienstleister setzen sie bereits ein oder wollen dies zeitnah tun.

Nur zwei Prozent der befragten Unternehmen verfolgen das Ziel, „die ersten im Markt zu sein, die die Blockchain-Technologie produktiv einsetzen“. Immerhin 14 Prozent sagten, sie wollten zumindest „unter den ersten sein“.

Dagegen verspürt die große Mehrheit der Banken, Versicherer und Asset Manager offenbar keine Eile. 47 Prozent gaben an, es reiche ihnen, wenn sie die Blockchain ungefähr zur gleichen Zeit wie die wichtigsten Wettbewerber einführten. Und 27 Prozent erklärten sogar, bei ihnen werde die neue Technologie erst dann zum Einsatz kommen, wenn sie bereits eine Zeitlang im Markt erprobt sei.

Lücke zwischen Hype und Anwendung

Bei jedem zweiten Finanzdienstleister zeichnet bislang noch überhaupt kein Mitarbeiter konkret für das Thema verantwortlich. Und nur 23 Prozent haben mehr als zwei Mitarbeiter auf die neue Technologie angesetzt. Dazu passt, dass interne Blockchain-Initiativen – wenn es denn welche gibt – nur in acht Prozent aller Fälle auf Ebene des Topmanagements angesiedelt sind. Gängiger ist es, zum Beispiel die IT-Abteilung (24 Prozent) zu beauftragen oder einzelne Mitarbeiter, die ein besonderes Know-how für das Thema mitbringen (12 Prozent).

Anders als vor einem Jahr scheinen sich jedoch mittlerweile die größeren Unternehmen vergleichsweise deutlich stärker mit dem Thema zu beschäftigen und auch entsprechend Mitarbeiter und Budget bereitzustellen als die kleineren.

Die Autoren der Studie halten diese Beobachterrolle der Finanzinstitute für nachvollziehbar. Schließlich könne niemand exakt vorhersagen, in welche Richtung die Entwicklung gehen wird.

Zugleich warnen sie davor, das Thema auf die lange Bank zu schieben. Die Blockchain wird nach ihrer Ansicht die Finanzindustrie verändern. Insofern seien die Unternehmen gefordert, heute bereits die strategischen Weichen für das Blockchain-Zeitalter zu stellen. Dazu müssten entsprechende Ziele definiert werden, um überhaupt über eine Umsetzung entscheiden zu können.

Blockchain ist ein Thema für die Zukunft

Tatsächlich sehen die Finanzinstitute in der Blockchain eher ein Thema für die mittlere Zukunft. Nur fünf Prozent der Befragten beantworten die Frage, inwieweit die Technologie das Geschäftsmodell in den kommenden zwei Jahren verändern werde, mit „sehr stark“ oder „extrem stark“. Bei einem Zeithorizont von fünf Jahren waren es aber immerhin schon 19 Prozent – und auf Sicht von zehn Jahren sogar 34 Prozent.

Zudem liegt die Zahl derer, die glauben, die Blockchain habe „wenig“ oder „gar keinen“ Einfluss auf ihr Geschäftsmodell, auf lange Sicht nur noch bei 24 Prozent.

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Spannend ist in diesem Zusammenhang, dass einige Finanzdienstleister auch auf alternative Konzepte setzen, die ohne Blockchain eine dezentrale und zumindest teilautonome Lagerung von Daten versprechen. Auf Sicht von zwei Jahren trauen elf Prozent der befragten Unternehmen diesen Technologien einen markanten Einfluss auf ihre Geschäftsmodelle zu. Bei einem Fünf-Jahres-Horizont sind es 17 Prozent und bis 2028 sogar 24 Prozent.

Man darf gespannt sein zu sehen, inwieweit sich solche Modelle – die den Anspruch haben, Vorteile der Blockchain mit besserer Effizienz zu vereinen – tatsächlich am Markt durchsetzen können.

Infografik: Blockchain in der Finanzdienstleistung

Die folgende Infografik zeigt einige wichtige Ergebnisse der Studie im Überblick:

Infografik: Blockchain in der Finanzdienstleistung

Bedeutung der Blockchain-Technologie in der Finanzdienstleistung.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Als Experte für Digitalisierung, Innovation und Vertrieb hält er Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland und bietet Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen im Bereich (Interims)Management sowie Beratung/Consulting an.

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