Europäische Großbanken weiterhin im Krisenmodus

Loyalität und Profitabilität der Kunden im Fokus

Einer aktuellen Analyse zufolge hat sich die finanzielle Situation der meisten europäischen Großbanken erneut verschlechtert. Die Institute sollten sich stärker auf die Loyalität und Profitabilität ihrer Kunden konzentrieren.

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Mitte 2017 hat die internationale Managementberatung Bain & Company in einer Analyse festgestellt, dass sich mehr als ein Viertel der europäischen Banken in einem kritischen Zustand befindet und ums Überleben kämpft. Ein Jahr danach hat sich die Situation weiter verschlechtert, wie die aktuelle Untersuchung von 100 Banken zeigt.

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Zwar seien Effizienz und Profitabilität im europäischen Bankensektor angestiegen, die Cost-Income-Ratio der Großbanken läge jedoch unverändert weit über dem Durchschnitt der Branche. Lediglich einem der zehn größten Kreditinstitute Europas sei im vergangenen Jahr eine Verbesserung seiner finanziellen Position gelungen.

Banken Check durch Scoring-Modell

Wie bedrohlich die Lage einzelner Kreditinstitute schon heute ist, zeigt der inzwischen zum fünften Mal anhand eines Scoring-Modells durchgeführte Bankencheck:

Europäische Banken im Gesundheits-Check 2018

Der seit Jahren anhaltende Niedergang der europäischen Großbanken geht weiter. Nur einem der zehn größten Kreditinstitute gelang im vergangenen Jahr eine Verbesserung seiner finanziellen Position.

Er umfasst drei Dimensionen und gibt so einen umfassenden Überblick über die Robustheit der Geschäftsmodelle der einzelnen Banken:

  • Gewinn- und Verlustrechnung,
  • Bilanz sowie
  • Rahmenbedingungen.

Die Analyse basiert auf den Abschlüssen der Institute selbst, aber auch auf Daten von Anbietern wie SNL Financial oder Moody‘s und verdichtet eine Vielzahl von Kennzahlen. Die Scoring-Ergebnisse lassen sich vier Kategorien zuordnen:

  • Gewinnerbanken: 32 Prozent der untersuchten Institute weisen bei nahezu allen Kennzahlen bessere Werte aus als die Konkurrenz. Es handelt sich vor allem um Banken aus Belgien, den Niederlanden und Skandinavien. 2016 zählten noch 38 Prozent der Institute zu dieser Kategorie.
  • Banken mit Schwächen im Geschäftsmodell: 23 Prozent der Banken kämpfen mit Defiziten in ihren Geschäftsmodellen, verfügen aber zumindest über eine robuste Bilanz. Dies gilt insbesondere für deutsche und britische Kreditinstitute.
  • Banken mit Schwächen in der Bilanz: 19 Prozent der Banken hinken bei den Bilanzkennzahlen hinterher. Solche Schwächen machen verwundbar und bringen sie in die Nähe der Kategorie Sorgenkinder. In dieser Gruppe befinden sich vor allem spanische Häuser.
  • Sorgenkinder unter den Banken: 26 Prozent der Banken sind in besorgniserregendem Zustand. Hier finden sich speziell italienische, griechische, portugiesische und zypriotische Institute. Sämtliche Banken, die in den vergangenen zehn Jahren gescheitert sind, sowie zahlreiche Häuser, die an Zusammenschlüssen beteiligt waren, sind zuvor in dieser Kategorie gewesen.

Leichter Aufschwung erkennbar

Trotz aller Herausforderungen konnten Europas Banken 2017 ihre Profitabilität steigern Das Ergebnis – gemessen an den risikogewichteten Aktiva – verbesserte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 1,1 Prozent.

Die Cost-Income-Ratio sank in der Gesamtbranche um drei Prozentpunkte auf 60 Prozent. Deutsche und britische Banken schneiden dabei schwächer ab als die Konkurrenz.

Weitere Kennzahlen unterstreichen den Aufwärtstrend. So nahm branchenweit die Ausstattung mit Kernkapital (Tier 1) um einen Prozentpunkt auf 16 Prozent zu. Der Anteil des Eigenkapitals an den risikogewichteten Aktiva stieg ebenso wie die Liquidität. Der Anteil ausfallgefährdeter Kredite und die Zahl entsprechender Abschreibungen sanken.

Noch profitieren die Banken von der guten Konjunktur. Doch sowohl große als auch kleinere Institute sind der Analyse zufolge gut beraten, sich auf einen möglichen Abschwung vorzubereiten.

Kundenloyalität und –profitabilität als Ziel

Die Autoren erwarten eine weitergehende Konsolidierung im europäischen Bankensektor. Wer unabhängig bleiben wolle, benötige daher vor allem finanzielle Stärke. Und die wiederum sei eng mit loyalen Kunden verknüpft.

So länge die Kundenloyalität, bei den Gewinnern im Schnitt 20 Prozentpunkte höher als bei Sorgenkindern. Diese Banken gehen besser auf die Bedürfnisse ihrer Kunden ein, lösen deren Probleme und machen Bankgeschäfte einfach und digital.

Die großen Banken müssten sich daher endlich auf profitable Kundensegmente und Geschäftsfelder konzentrieren und ihre Digitalisierung entschlossen vorantreiben, um dem Wiederaufstieg zu schaffen.

Ein passendes Geschäftsmodell für alle Banken gäbe es allerdings nicht.

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Als Experte für Digitalisierung, Innovation und Vertrieb hält er Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland und bietet Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen im Bereich (Interims)Management sowie Beratung/Consulting an.

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