Jeder für sich oder gemeinsam fürs Ganze?

Kooperation als Grundprinzip agiler Organisationen

In seinem Buch „Jeder für sich oder gemeinsam fürs Ganze?“ erläutert Christoph Bauer, weshalb Wettbewerb oft kontraproduktiv ist, warum Unternehmen Zusammenarbeit fördern sollten und welche neue Rolle Führungskräften in kooperativen Organisationen zukommt.

Buchtipps und Leseempfehlungen für Führungskräfte und Manager

Die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen ist als Bestandteil einer Karriere in Zeiten der Veränderung allgemein akzeptiert. Dass „Lesen bildet“ weiß schon der Volksmund. Obwohl wir alle tagtäglich viel zu viel lesen „müssen“, lesen wir wohl alle gleichzeitig auch viel zu wenig. Im Bank Blog finden Sie daher Hinweise und Empfehlungen auf interessante Bücher, die Ihnen neue Erkenntnisse und Ideen vermitteln sollen.

In Zeiten zunehmender Komplexität und Wettbewerbsintensität müssen die Akteure am Markt extrem handlungsschnell und -sicher sein. Strukturen und Prozesse, mit denen sie sich selbst lähmen, können sie sich nicht mehr leisten. Gegenwärtig verfolgen Akteure aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft allerdings meist nur ihre Partikularinteressen.

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Auch Banken und Sparkassen sind davon betroffen. Hierarchische Linienorganisationen dominieren, sind aber starr und nicht mehr zeitgemäß. Interner Wettbewerb bewirkt oftmals ein Gegeneinander, kein Miteinander. Wettbewerb gilt in der Marktwirtschaft zwar immer noch als leistungsfördernder Antreiber. Aber die Rahmenbedingungen haben sich in kurzer Zeit fundamental geändert. Volatilität, Unsicherheit, Komplexität und Ambiguität (VUKA) bestimmen die Regeln des Spiels. Globalisierung und Digitalisierung sorgen für eine nie dagewesene Dynamik und zwingen Organisationen dazu, sich kontinuierlich anzupassen.

Kooperation als Weg zum Erfolg

Zahlreiche innovative Unternehmen suchen nach neuen Organisationsformen und zeitgemäßen Formen der Zusammenarbeit und Kooperation, die nicht nur dem dynamischen Umfeld gerecht werden, sondern auch Mitarbeitern eine neue Rolle verleihen.

Buchtipp: Christoph Bauer: Jeder für sich oder gemeinsam fürs Ganze?

Christoph Bauer: Jeder für sich oder gemeinsam fürs Ganze?

Christoph Bauer zeigt in seinem Buch, dass Kooperation oft effizienter als Wettbewerb ist. Menschen arbeiten gerne gemeinsam, werden aber durch Strukturen ausgebremst, die egoistisches Verhalten fördern und folglich ihren gemeinsamen Zielen und Interessen schaden. Kooperation in und zwischen Projektteams wird jedoch zur einer der Grundvoraussetzungen für unternehmerischen Erfolg.

Unternehmen sollten daher kooperative Elemente stärken und sich entsprechend organisieren, um besser mit Veränderungen und Komplexität umgehen zu können. Kooperation bedarf jedoch eines gegenseitigen Vertrauens. Vertrauen erfordert Mut, reduziert aber Komplexität und erübrigt zeit- und kostenträchtige Kontrollen.

Veränderte Rolle von Führungskräften

Damit Kooperation gelingen kann, müssen Führungskräfte zu Impulsgebern werden. Bauer gibt dazu fünf Empfehlungen:

Führungskräfte sollten

  1. ihre Mitarbeiter als individuelle Persönlichkeiten wahrnehmen und dafür sorgen, selbst auch als Mensch wahrgenommen zu werden.
  2. Interesse für das zeigen, was ihre Mitarbeiter beschäftigt, ihnen Aufmerksamkeit schenken und ihre Ideen und Vorschläge ernst nehmen.
  3. Empathie, Mitgefühl und Verständnis für die Situation und Stimmung von Mitarbeitern zeigen und dabei auch eigene Gefühle nicht verbergen.
  4. gemeinsam mit Mitarbeitern am Erreichen der gesteckten Ziele arbeiten und sie nicht mit den gestellten Aufgaben allein lassen.
  5. sich mit persönlichen Motiven, Absichten, Vorlieben und Abneigungen ihrer Mitarbeiter befassen, um ihnen dabei zu helfen, ihre Potenziale zu entfalten.

Führungskräfte brauchen daher eine ausgeprägte Beziehungskompetenz.

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Kooperationshemmnisse erkennen und abbauen

Christoph Bauer zufolge stellt gelebte Kooperation das Grundprinzip agiler Organisationen dar. Dabei betrachtet er das Thema Kooperation aus soziologischer, psychologischer und wirtschaftsstrategischer Sicht. Er zeigt, wo Kooperationshemmnisse bestehen und wie sie sich abbauen lassen. Anhand vielfältiger Beispiele führt er aus, wie Organisationen zunehmend Erkenntnisse der modernen Verhaltensökonomie nutzen, um kooperative Strukturen zu schaffen.

Er beschreibt, wie der Wandel von Wettbewerb zu Kooperation gelingen kann, und liefert einen Werkzeugkasten an Methoden zur Unterstützung des Wandels gleich mit. Die Instrumente sollten jedem Unternehmen helfen – egal wie weit sein Weg zur Projektorganisation noch ist. Darüber hinaus legen die Ausführungen nahe, unser auf Wettbewerbsdenken basierendes Selbstverständnis zu prüfen und neu zu bewerten.

Über den Autor

Christoph Bauer ist Management- und Organisationsberater mit langjähriger Führungs-, Projektmanagement- und Beratungserfahrung. Er unterstützt Unternehmen bei Transformationsprozessen und bei der Einführung neuer Führungskulturen.

Buch oder Zusammenfassung

Das Buch hat 220 Seiten. Sie erhalten es u.a. bei Amazon:

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Über den Autor

Dr. Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Als Experte für Digitalisierung, Innovation und Vertrieb hält er Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland und bietet Banken und Finanzdienstleistern Dienstleistungen im Bereich (Interims)Management sowie Beratung/Consulting an.

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