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Deutsche setzen bei der Geldanlage auf Gold

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Eine aktuelle Studie zeigt eine anhaltend hohe Bereitschaft der Deutschen, in Gold zu investieren. Die Zufriedenheit mit dieser Form der Geldanlage ist unverändert hoch.

Viele Deutsche nutzen Gold als Geldanlage

Viele Deutsche nutzen Gold in Form von Barren oder Münzen als Geldanlage.

Die Studie des CFin – Research Centers for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin im Auftrag der ReiseBank hat zum Ziel, die Höhe des Goldbesitzes, die Nutzung von Gold als Anlage sowie die Motive und Einstellungen zu Gold in der deutschen Bevölkerung zu erfassen und zu analysieren. Dafür wurde der Bestand an privaten physischen und wertpapierbezogenen Goldinvestments und Goldschmuck betrachtet. Zusätzlich wurden alle Ergebnisse nach regionalen sowie einkommens- und vermögensbezogenen Kriterien ausgewertet.

Ein 8 Meter großer Goldwürfel

Insgesamt ist der Goldbesitz der Deutschen gegenüber dem Jahr 2016 um rund 250 Tonnen auf mehr als 8.900 Tonnen angestiegen, während der Goldbesitz der Bundesbank (3.370 Tonnen) nahezu unverändert geblieben ist. Der größte Teil des Goldes in der Hand von Privatpersonen wird in der Form von Goldmünzen oder Goldbarren gehalten. Dieser Anteil hat gegenüber 2016 um 220 Tonnen auf 4.925 Tonnen zugelegt, was einem Gegenwert von mehr als 180 Milliarden entspricht.

Goldvorräte der Deutschen und Motive

Jeder Deutsche besitzt im Durchschnitt 70g Gold als Geldanlage.

Würde man den kompletten Goldbesitz der deutschen Privathaushalte und der Bundesbank zusammen in einen Würfel packen, hätte dieser eine Kantenlänge von über acht Metern und wäre mehr als 450 Milliarden Euro wert (Goldpreis vom 15. April 2019).

Gold in Münzen und Barren

38 Prozent der Deutschen (26 Millionen) besitzen Gold in Barren- oder Münzform als physische Wertanlage. Jeder Deutsche über 18 Jahre besitzt im Durchschnitt 58 Gramm Goldschmuck und 71 Gramm Gold in Form von Barren oder Münzen.

Dabei gilt, dass im Süden der Republik deutlich mehr physisches Gold in den Tresoren liegt als im Osten. Während in Bayern und Baden-Württemberg 89 Gramm Anlagegold auf die Einzelperson kommen, sind es in den neuen Bundesländern gerade einmal 55 Gramm. Die Westdeutschen kommen hier auf 74 Gramm, die Norddeutschen auf 60 Gramm. Dabei haben die Ostdeutschen im Vergleich zu 2016 am deutlichsten zugelegt. Sie lagen im Vergleichszeitraum 2016 nur bei 45 Gramm.

Für mehr als 4.000 Euro Gold gekauft

In den vergangenen beiden Jahren haben 25 Prozent der Befragten angegeben, Anlagegold gekauft zu haben und sie haben dabei durchschnittlich 4.730 Euro investiert. Gut die Hälfte der Anleger hat Barren erworben (46,5 Prozent klassische Goldbarren und 4,7 Prozent Tafelbarren), ein gutes Drittel setzt auf die optisch meist schöneren Goldmünzen. Lediglich elf Prozent haben in diesem Zeitraum ihr Gold veräußert.

Bei der Wahl der Einkaufsstätte spielt Vertrauen eine große Rolle

Wenn es um den Einkaufsort geht, so ist die Zahl derer, die online eingekauft haben, kaum gestiegen. Unverändert gilt, ein Viertel kauft inzwischen nur noch über das Internet. Für 62 Prozent bleibt der Goldkauf ein Vorgang, den man in seiner Bank oder bei einem Edelmetallhändler physisch vor Ort abwickeln möchte.

Vornehmlich risikobereite und spekulative Anleger sind es, die eine höhere Online-Affinität aufweisen. Dabei legen die potenziellen Goldbesitzer bei der Wahl der Einkaufsstätte großen Wert darauf, dass sie Gold erhalten, das hinsichtlich seiner Echtheit geprüft wurde. Drei Viertel der Befragten sagen, dies sei ihnen sehr wichtig bzw. wichtig.

Hohe Zufriedenheit von Goldbesitzern

91 Prozent derjenigen, die je Gold erworben haben, sind mit ihrem Investment zufrieden. Dieser Zufriedenheitswert ist auf einem gleich bleibend hohen Niveau.

78 Prozent der Käufer von Gold geben an, auch weiterhin welches erwerben zu wollen und die Zahl derer, die angibt, das Gold behalten zu wollen, ist gegenüber den Vorjahren nochmals angestiegen auf nunmehr 82,5 Prozent – was die Funktion des Goldes als Wertsicherungsinstrument deutlich unterstreicht.

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Über den Autor

Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Er ist Herausgeber von Der-Bank-Blog.de und hält Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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