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Wie Sie sich vor SMS-Betrug schützen können

Smishing ist eine neue und zunehmende Masche, bei der Betrüger mittels Textnachrichten (SMS) an persönliche, finanzielle oder sicherheitsbezogene Informationen gelangen wollen. Lesen Sie, was dahintersteckt und wie Sie sich schützen können.

Smishing ist Betrug per SMS

Smishing ist Betrug per SMS, um mittels Textnachricht an persönliche, finanzielle oder sicherheitsbezogene Informationen zu gelangen.

Betrüger versuchen immer wieder, an sensible persönliche Daten von Bankkunden zu gelangen. Verhindern lassen sich solche Betrugsversuche nicht. Aber Wachsamkeit und Kenntnis der einschlägigen Tricks der Kriminellen senken können das Risiko reduzieren, selbst zum Opfer zu werden.

Viele Menschen kennen inzwischen betrügerische E-Mails, das sogenannte Phishing und die damit verbundenen Gefahren. Smishing ist im Kern das Gleiche und nutzt dazu die weite Verbreitung von Handys und Smartphones und das geringere Risikobewusstsein seiner Nutzer.

Wie Smishing funktioniert

Beim Smishing, geht es um Phishing per SMS oder Chat- bzw. Messenger-Funktion. Die Betrüger haben es auf ein breites Spektrum persönlicher Informationen abgesehen: Online-Kennwörter, Login-Daten für Ihr Online-Banking oder Kreditkartendaten.

Das Vorgehen ist einfach: Ihr Handy klingelt oder vibriert und Sie haben eine neue SMS erhalten. Die Textnachricht wird Sie typischerweise auffordern, eine Telefonnummer anzurufen oder einen Link anzuklicken, um ihr Konto zu „prüfen”, zu „aktualisieren” oder zu „reaktivieren”.

Doch die Telefonnummer führt zu einem Betrüger, der vorgibt, das echte Unternehmen zu sein. Und auch der Link führt nicht zu Ihrer Bank oder Sparkasse sondern zu einer gefälschten Webseite.

Was Sie gegen Smishing tun können

Die folgenden zehn Maßnahmen zeigen Ihnen, wie Sie sich gegen Smishing schützen können:

  1. Antworten Sie nie auf Textnachrichten von Personen oder Telefonnummern, die Sie nicht kennen.
  2. Klicken Sie nie auf Links, Anhänge oder Bilder, die Sie in unerbetenen Textnachrichten erhalten, ohne vorher den Absender zu überprüfen.
  3. Nehmen Sie sich Zeit, die notwendigen Überprüfungen vorzunehmen, bevor Sie antworten.
  4. Wenn Sie eine SMS mit einem Link von einem Freund empfangen, sollten Sie ggf. nachfragen, ob dieser den Link auch tatsächlich gesendet hat, bevor Sie darauf klicken.
  5. Beantworten Sie nie Textnachrichten, die die Eingabe Ihrer PIN, Ihres E-Banking Passwortes oder anderer Sicherheitsmerkmale verlangen.
  6. Wenn Sie vermuten, dass Sie einen Smishing-Text beantwortet und Ihre Bankdaten preisgegeben haben, kontaktieren Sie sofort Ihre Bank oder Sparkasse.
  7. Wie der heimische PC sollte auch auf Ihrem Smartphone mit einer Sicherheits-App zum Schutz vor Viren und anderen Internet-Bedrohungen geschützt sein.
  8. Installieren Sie neue Apps nur über den App-Store und nie per Direktlink. Im App-Store wird die Sicherheit geprüft.
  9. Schalten Sie die VPN-Verschlüsselungsfunktion auf Ihrem Smartphone ein.
  10. Vorsicht ist besser als Nachsicht. Im Zweifel löschen Sie eine erhaltene Nachricht, statt sie zu öffnen.

Für den Fall, dass Sie vermuten, Smishing-Opfer geworden zu sein, nehmen Sie sofort Kontakt zu Ihrer eigenen Bank oder Sparkasse auf, um einen Schaden abzuwenden.

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Über den Autor

Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Er ist Herausgeber von Der-Bank-Blog.de und hält Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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