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Woher die Währungen ihren Namen haben

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Woher stammen eigentlich die Namen der Währungen der Welt? Das Oxford Dictionary ist vor kurzem dieser Frage nachgegangen, aber auch andere Quellen lassen sich dafür finden.

Nachfolgend finden Sie die Angaben zu den wichtigsten Währungen, ergänzt um Abbildungen und weitere Informationen.

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Sammlung von Banknoten verschiedener Währungen

Banknoten unterschiedlicher Währungen
© Shutterstock

Der Dollar ist die weitverbreitete Währung der Welt

Der Dollar ist die weitverbreitete Währung der Welt. Sie wird unter anderem in den USA, Australien, Kanada, Fidschi, Neuseeland und Singapur verwendet. Der US-Dollar wird auch außerhalb der USA offiziell oder inoffiziell als gesetzliches Zahlungsmittel genutzt, unter anderem in Ecuador, El Salvador, Liberia, Osttimor, Panama, auf den Marshallinseln und in zahlreichen weiteren Staaten.

US-amerikanischer 1 Dollar-Schein

Ein US-amerikanischer Dollar-Schein
© Shutterstock

Das Wort „Dollar“ leitet sich ursprünglich aus dem niederdeutschen Wort Daler ab, das der alten deutschsprachigen Münzbezeichnung Taler entspricht. Dieses wiederum ist die Kurzform von  Joachimstaler (einer böhmischen Silbermünze im Wert eines Guldens, dem sogenannten Guldengroschen.

„Joachimsthal“ verweist auf die Stadt Sankt Joachimsthal (heute Jáchymov/Tschechien) in Böhmen, in der früher Silber abgebaut wurde.

Rund um die Ein-Dollar-Note gab und gibt es übrigens immer wieder wilde Verschwörungstheorien.

Das britische Pfund Sterling ist die älteste Währung der Welt

Das britische Pfund ist rund 1.200 Jahre alt und damit die älteste Währung der Welt, die immer noch in Verwendung ist. Es ist zudem die dritthäufigste Reservewährung nach US-Dollar und Euro sowie die am vierthäufigsten gehandelte Währung nach Euro, US-Dollar und dem japanischen Yen.

Britische 1 Pfund Sterling Banknote

Eine 1 Pfund Sterling Banknote von der Kanalinsel Jersey/Guernsey
© Shutterstock

Der Name „Pfund“ leitet sich ab aus dem Lateinischen Wort „Poundus“ das „Gewicht“ bedeutet. Der Name „Sterling“ taucht das erste Mal in einem französischen Dokument im 11. Jahrhundert auf. Er beschreibt eine bestimmte Qualität von Silber. Gemeinsam steht Pfund Sterling somit für eine bestimmte Menge Silber einer festgelegten Qualität.

Auch Ägypten, der Libanon, Süd Sudan, Sudan und Syrien nennen ihre Währung Pfund

Spanische Peso, Lira und die Mark haben gemeinsame Wurzeln

Der Name der früheren spanischen Währung „Peso“ bedeutet wörtlich „Gewicht“ auf Spanisch.

Die frühere italienische und heutige türkische „Lira“ kommen aus dem lateinischen Wort „libra“ was so viel bedeutet wie „Pfund“.

Und auch unsere gute alte Deutsche Mark (D-Mark) und die ehemalige finnische Mark bezogen ihre Namen von Gewichtseinheiten. Der Name leitet sich nämlich von der alten, ursprünglich germanischen Gewichtseinheit Mark ab. Die Mark (marc, march, marke) ist ursprünglich eine mittelalterliche Gewichts- bzw. Masseneinheit, die ab dem 11. Jahrhundert das Pfund als Edelmetall- und Münzgewicht verdrängte. Die Mark ist traditionell ein halbes Pfund und wurde üblicherweise in 8 Unzen oder 16 Lot eingeteilt. Die im deutschen Sprachraum bedeutsame Kölner Mark entspricht etwa 234 g.

„Königliche“ skandinavische und andere Kronen

Die Währungen in den skandinavischen Ländern ohne Euro (Norwegen, Schweden, Island, Färöer-Inseln und Dänemark) sowie Tschechien lauten auf die Bezeichnung „Krone“. Früher galt diese Bezeichnung auch in Estland, die Slowakei, das ehemalige Jugoslawien und Österreich sowie in Großbritannien (Crown). Sie alle haben den gleichen sprachlichen Ursprung, nämlich das lateinische Wort „Corona“ beziehungswiese das griechische Wort „Koróne“. Diese haben die Bedeutung „Krone“. Damit wurden verschiedene gebogene Dinge mit der Bedeutung „Kopfkranz eines Herrschers“ bezeichnet.

Dänische Kronen Banknoten

Verschiedene Dänische Kronen Banknoten
© Shutterstock

Runde Sache: Chinesische Yuan, japanischen Yen und koreanischen Won

Das chinesische Schriftzeichen „圓“ steht für „rund“ im Sinne von „runder Münze“ und ist verantwortlich für die Namen des chinesischen Yuan, dem japanischen Yen und koreanischen Won.

Chinesische 100 Yuan Banknote

Eine 100 Yuan Banknote aus China
© Shutterstock

Der Rubel wurde früher „herunterschlagen“

In Russland und Weißrussland (Belarus) nennt man die heimische Währung Rubel. Der Name „Rubel“ stammt aus dem 14. Jahrhundert und bedeutet „abhauen“, „herunterschlagen“ und steht im übertragenen Sinn für „ein abgehauenes Stück“. Vor seiner Einführung wurde mit Barren aus Gold oder Silber bezahlt. Der Rubel als das vom Barren abgeschlagene Stück entspricht damit einem Gewichtsmaß für Silber bzw. Gold.

Russischer Rubel – Münze und Note

Russischer Rubel – Münze und Note
© Shutterstock

Rupie, Rupiah und Rufiyaa waren einst aus Silber

Rupie ist der Name der Währung in Indien und Pakistan sowie auf Mauritius und den Seychellen, in Nepal und Sri Lanka. In Indonesien lautet der Name Rupiah und auf den Malediven Rufiyaa.

Indischer 1000 Rupien Geldschein

Auf der Vorderseite des indischen 1.000 Rupien Scheins ist ein Portrait von Mahatma Gandhi
© Shutterstock

Ihren Namen erhält die Rupie von dem altindischen Wort rūp oder rūpā, das Silber bedeutet. Das Sanskritwort „rūpyakam“ bedeutet „Silbermünze“. Daher kommt die Ableitung Rūpaya, die seit 1540 für eine Silbermünze von 178 Gran (11,534 Gramm) benutzt wurde.

Royaler Ursprung von Rial und Riyal

Währung mit dem Namen Rial gibt es im Iran, Jemen, Katar, Oman und Saudi Arabien. In Katar heißt die Währung Riyal. Früher hab es auch einen marokkanischen Rial, sowie einen spanischen und portugisischen.

Iranische 5000 Rial-Banknote

5000 Rial-Banknote aus dem Iran
© Shutterstock

Die Währungsnamen Riyal und Rial leiten sich vom spanischen Real (königlich) ab, der wiederum auf das lateinische Wort „regalis“ („royal“) zurückgeht.

Dinar mit römischem Ursprung

Auf die Währung „Dinar“ trifft man in den Ländern Tunesien, Jordanien, Algerien, Serbien und Mazedonien sowie Bahrain, Irak, Kuwait und Libyen. Früher gab es noch weitere Länder mit dieser Währung.

20 Dinar Geldschein aus Serbien

Eine 20 Dinar Geldnote aus Serbien
© Shutterstock

Dinar ist die Bezeichnung für das historische Goldnominal im islamischen Kulturkreis. Die Bezeichnung lässt sich sprachlich vom römischen Denarus ableiten, einer Silbermünze aus der Zeit bis ins 3. Jahrhundert nach Christus. Der spätere Denar war silberfrei.

Dies ist eine ziemlich einfache Abschneiden des lateinischen Wortes „Denar“, die eine Silbermünze im alten Rom verwendet wurde.

Der Rand hat geografische Wurzeln

Der Name für Südafrikas Währung Rand entstammt dem holländischen Namen für die südafrikanische Stadt Witwatersrand, eine Region mit reichen Goldvorkommen und der Ursprung für den Goldbergbau in Südafrika.

Krügerrand Goldmünze

Der goldene Krügerrand ist sowohl ein gesetzliches Zahlungsmittel als auch eine begehrte Geldanlage
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Der goldene Zloty

„Zloty“ ist die Währung in Pole. Der Name entstammt dem polnischen Wort für „Der Goldene“.

Bündel polnischer 100 Zloty Banknoten

Ein Bündel polnischer 100 Zloty Banknoten
© Shutterstock

Der blumige Forint

Die ungarische Währung Forint hat ihren Namen vom Florin erhalten, einer nach der Stadt Florenz benannten Goldmünze, die sich im 13. Jahrhundert in ganz Europa verbreitete. Dessen Name leitet sich ab von dem italienischen Wort „Fiorino“, „fiore“, dem italienischen Wort für Blume.

Alte Florin Münze

Die alte Florin Münze war das sprachliche Vorbild für den heutigen Forint
© Shutterstock

Gezackter Ringgit

Der Ringgit ist die Währung Malaysias. Das malaiische Wort „Ringgit“ bedeutet gezackt und bezieht sich auf die gezackten Ränder der spanischen Silberdollars, die seit dem 16. Jahrhundert in Südostasien als Zahlungsmittel verwendet worden.

100 Ringgit Banknote Malaysia

Die 100 Ringgit Banknote ziert ein Bild des ersten Königs von Malaysia
© Shutterstock

Die Zackung galt als Schutz gegen Fälscher, die kleine Teile einer wertvollen Münze abfeilten, um daraus neue Münzen zu erstellen.

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Über den Autor

Hansjörg Leichsenring

Dr. Hansjörg Leichsenring befasst sich seit über 30 Jahren beruflich mit Banken und Finanzdienstleistern. Nach Banklehre und Studium arbeitete er in verschiedenen Positionen, u.a. als Direktor bei der Deutschen Bank, als Vorstand einer Sparkasse und als Geschäftsführer eines Online Brokers. Er ist Herausgeber von Der-Bank-Blog.de und hält Vorträge bei internen und externen Veranstaltungen im In- und Ausland.

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